JA13 – Wir bleiben am Ball

Besoldungsreform angehen – Versprechen einhalten!

Die GEW NRW fordert die Landesregierung schon lange auf, endlich die Besoldungsreform für Lehrkräfte anzugehen und eine gleiche Bezahlung im Eingangsamt nach A13z/EG13 für alle Lehrer*innen umzusetzen.
JA13 – Wir bleiben am Ball

Die derzeitige verfassungswidrige Praxis schafft nicht nur Wut und Enttäuschung in den Lehrerkollegien, sondern trägt auch zur Verschärfung des Lehrkräftemangels bei. Bundesweit erinnern in diesen Tagen GEW-Kolleg*innen an nicht eingehaltene Versprechungen.
Auch die GEW Ostwestfalen-Lippe bleibt am Ball und fordert endlich eine verfassungskonforme Bezahlung aller Lehrkräfte. Stephan Osterhage-Klingler (GEW OWL) und Susanne Huppke (GEW Lippe) rollen den Ball mit der Forderung nach fairer Bezahlung symbolisch in die Bezirksregierung, um mit dieser Corona
konformen Aktion aufmerksam zu machen auf, die verfassungswidrige Besoldungspraxis. „Während sich einige Bundesländer auf den Weg gemacht haben, dieses Unrecht anzugehen, kommt Nordrhein-Westfalen in dieser Sache nicht weiter. Deshalb machen wir Druck und bleiben am Ball“, erklärt Stephan Osterhage-Klinger von der GEW OWL.
„Mit der Änderung der Lehramtsausbildung in gleich lange und gleichwertige Lehrämter ist nach einem juristischen Gutachten die derzeitige Besoldung in NRW verfassungswidrig und eine einheitliche Eingruppierung nach A13z/EG13 rechtlich geboten“, unterstreicht Susanne Huppke (GEW Lippe). „Die Ungleichbehandlung innerhalb der verschiedenen Lehrämter sorgt bei den Kolleg*innen für Ärger und Enttäuschung. Es fehlt an der Wertschätzung ebenso wie
an der rechtlichen Gleichbehandlung“, „Auch wegen des schon herrschenden Lehrkräftemangels kann NRW es sich nicht erlauben, die verfassungswidrige Besoldung aufrechtzuerhalten. Die Bezahlung der Lehrkräfte muss attraktiver werden“, fordert Stephan Osterhage-Klingler aus dem Leitungsteam der GEW OWL.
Immer noch werden in den meisten Bundesländern Grundschullehrkräfte, in einigen auch Lehrkräfte in der Sekundarstufe I, schlechter bezahlt als jene am Gymnasium. Für Grundschullehrkräfte ist A13z/E13 in Brandenburg, Berlin, Sachsen und seit diesem Schuljahr auch in Mecklenburg-Vorpommern umgesetzt. In Bremen und Schleswig-Holstein sind Stufenpläne vereinbart. In Niedersachsen wurden zum laufenden Schuljahr Zulagen für Grund-, Haupt- und Realschullehrkräfte eingeführt. Nur Nordrhein-Westfalen hinkt noch hinterher. Hier besteht dringender Handlungsbedarf.